Inkarnationen von Franz Bardon    
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Inkarnationen
bzw. Inkorporationen
von 

Franz Bardon (1909 - 1958)

(Inkorporation 1923) 
in der Tschechoslowakei

 

Nachruf
 von Otti Votavova (11.4.1903 - 9.2.1973)

der Sekretärin von Franz Bardon, welche die Manuskripte der Lehrwerke "Der Weg zum wahren Adepten", "Die Praxis der magischen Evokation" und "Der Schlüssel zur wahren Kabbalah" für ihn auf der Schreibmaschine schrieb.

In Memoriam

Obwohl die nachstehende Mitteilung den Leser und Interessenten betrüben wird, betrachte ich es als meine Pflicht, die Öffentlichkeit auf diesem Wege mit der für uns alle so traurigen Tatsache bekannt zu machen, daß Franz Bardon im physischen Körper nicht mehr unter uns weilt.

Am 10. Juli 1958 ließ es die Göttliche Vorsehung zu, daß der seit Jahrtausenden vollkommene Geist die irdische Hülle, die ihm für seine diesmalige Mission der Körper Bardon bot, verlassen konnte, um in dieselbe nicht mehr zurückzukehren. Wie alle hohen Eingeweihten auf diesem Planeten im allgemeinen unter ganz ungewöhnlichen Umständen ihren jeweiligen Körper für immer verlassen, so war dies auch bei Meister Bardon der Fall.

Es dürfte sicherlich nur einzelnen bekannt sein, daß ein hoher Eingeweihter, wie Franz Bardon es tatsächlich war, nicht wie die übrigen Erdenbewohner den normalen, vollständigen Entwicklungsgang einer Wiedergeburt durchzumachen hat, da er als vollkommener Geist nur dann menschliche Gestalt anzunehmen braucht, wenn ihm die Göttliche Vorsehung eine neue Mission zu erfüllen auferlegt.

Um den Leser hierüber wenigstens einigermaßen aufzuklären, schildere ich nachstehend mit wenigen Worten den Lebenslauf des Autors, soweit ich über ihn Bescheid weiß.

Franz Bardon erwähnt in seinem Roman Frabato, daß er sich in einen vierzehnjährigen Knaben verkörperte, um Viktor Bardon, dem Vater dieses Knaben, ein geistiger Lehrer zu sein. Viktor Bardon befaßte sich vordem mit christlicher Mystik und brachte es dank seiner Ausdauer und Gottergebenheit bis zur Hellsichtigkeit. Weil ihm aber jede weitere maßgebende Schulung auf diesem Gebiete fehlte, kam er seinem ersehnten Ziel, ein Gottverbundener zu werden, trotz seiner Hellsichtigkeit nicht näher. In seine inbrünstigen Gebete legte er daher den erhabenen Wunsch, noch in dieser Inkarnation einem wahren Guru zu begegnen, um dessen Lehren zu hören und anzunehmen. Sein hehres Verlangen sollte nicht unerfüllt bleiben. Frabatos Geist verkörperte sich in den einzigen Sohn Viktor Bardons, der von insgesamt 13 Geschwistern der älteste war, um außer der ihm von der göttlichen Vorsehung gestellten Mission auch noch jene zu übernehmen, seinem Vater der wahre Guru zu sein.

Als sich daher in einer Nacht das wundersame Tauschereignis abspielte, wurde dessen außer dem hellsichtigen Viktor Bardon niemand gewahr, wobei letzterer Gott für diese ihm erwiesene Gnade aufrichtigen Herzens dankte, und von nun an in seinem eigenen Sohn den persönlichen Guru erblickte und zu schätzen wußte.

Nur ein vollkommener hoher Eingeweihter, wie der Geist Franz Bardons es war, kann es wagen und fertigbringen, so zu verfahren, und in einem für seine Aufgabe geliehenen Körper nicht nur eine einzige Mission, sondern gleich mehrere ihm auferlegte Missionen zu vollbringen.

Die Wahl und Annahme eines sich bereits in der Pubertät befindlichen Körpers ist jedoch an gewisse Bedingungen gebunden, und zwar muß der neue Inhaber dem ursprünglichen Besitzer des Körpers als Gegendienst ein neues günstigeres Dasein irgendwo im Mutterleib zuweisen. Außerdem muß er das Karma des geliehenen Körpers als das eigene betrachten, und es, ohne Rücksicht darauf, welcher Art es sein mag, unter allen Umständen ausgleichen.

Da aber das Karma des früheren Besitzers des Körpers schwer belastet war, hatte Franz Bardon trotz seiner geistigen Vollkommenheit und hohen Adeptschaft sehr viel durchzumachen, um es vollends zu bereinigen. Um informationshalber wenigstens einiges zu erwähnen, weise ich auf zahlreiche Existenzkämpfe, wiederholte Verhaftungen und mehrere Monate Konzentrationslager hin, während welcher Zeit er namentlich die bittersten Geschehnisse erlebte und die größte Schmach zu erdulden hatte. Auch die letzten Monate seines Lebens trübten äußerst unliebsame Vorkommnisse, die seinem segensreichen Schaffen schließlich ein Ende machten. Die Annahme einer solchen Inkarnation mag uns allen der größte Beweis dafür sein, wie großzügig Franz Bardons Geist in menschlicher Gestalt jederzeit war.

Durch meine kurzgefaßten Angaben wird vielen Lesern erst richtig klar, warum auch ein großer Geist, dessen außergewöhnliche Fähigkeiten an die Fähigkeiten und die Macht der Göttlichen Vorsehung heranreichen, dennoch so manches, ja sogar das Unangenehmste über sich ergehen läßt, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken, obwohl andernfalls doch eine kleine Handbewegung genügen würde, um alle seine Verfolger augenblicklich unschädlich zu machen.

Ebenso verhält es sich mit dem Schicksal anderer Menschen, bei denen die Göttliche Vorsehung ein Eingreifen nicht einmal durch einen ihrer Auserkorenen, einen Eingeweihten, zuläßt. Deshalb ist es nur der menschlichen Unwissenheit zuzuschreiben, wenn einzelne das Vorgehen des Schicksals sehr oft als ungerecht bezeichnen und den wahren Eingeweihten als unfähigen Menschen hinstellen, nur weil er, dem Gebote der Göttlichen Vorsehung treu bleibend, ihren törichten Wünschen nicht nachkommen wollte.

Ich sah davon ab, den üblichen Lebenslauf, wie Schulbesuch, Wahl der Berufsexistenz und Verlauf derselben, von Franz Bardon anzugeben, und nehme an, daß meine Schilderungen für den Leser, Interessenten und Schüler der hermetischen Wissenschaft viel wichtiger und lehrreicher sind.

Diejenigen, denen das Glück insofern hold war, als sie Franz Bardon persönlich kennenlernen durften, wissen sehr gut, daß einer der Besten von uns gegangen ist. Die wahren Schüler der Hermetik sehen in Franz Bardon auch weiterhin den großen Guru, ob er nun verkörpert ist oder nicht; an seiner geistigen Größe kann und wird sich niemals etwas ändern. Jenen Menschen, die sich ernsthaft und praktisch mit den wissenschaftlichen Werken von Franz Bardon befassen, genannten Autor aber entweder überhaupt nicht persönlich kannten oder mit ihm nur kurzzeitig zusammenkamen, bringe ich seine geistige Größe dadurch näher, daß ich ihnen nachstehend einige Persönlichkeiten verschiedener Zeitalter nenne, deren physische Körper von demselben großen Geist, seinem Geist, bewohnt wurden.

So z. B. dürfte Hermes Trismegistos, dessen Buch der Weisheit, Thoth genannt, die 78 Tarotkarten beinhaltet, sicherlich jedem Geisteswissenschaftler bekannt sein. Niemanden überrascht daher das Leitmotiv, das Franz Bardon für sein erstes Werk Der Weg zum wahren Adepten wählte. Lao Tse, der chinesische Weise und Gelehrte, ist gleichfalls allen Philosophen gut bekannt. Ebenso der französische Astrologe Nostradamus, der englische Gelehrte Robert Fludd, der Graf von Saint Germain. Auch in Apollonius von Tyana, einem Zeitgenossen des Christus, finden wir den Geist Franz Bardons. In der vorletzten Verkörperung war er in Tibet inkarniert, genannt, der Weise vom Berge.

Nach Franz Bardons physischem Abgang vermissen tausende in der ganzen Welt verstreute Menschen ihren Lebensretter, Berater und Helfer in vielen Notlagen. Sein aufopferndes und segensreiches Wirken verdient volle Anerkennung und stets dankbare Erinnerung an ihn.

Wir, die wir wissen, daß es keinen Tod gibt, hegen den Wunsch, daß uns die Göttliche Vorsehung auch in einer künftigen Inkarnation wieder begnade, und uns mit diesem hohen Eingeweihten, ganz gleich in welcher Person und Gestalt, zusammenkommen läßt.

Praha (Prag), im September 1958

 

Graf von St. Germain

(Europa 1696 - 1784)

Literatur: Rudolf Steiner in "Die Tempellegende" GA 93, S. 64: "Vor derFranzösischen Revolution erschien bei einer Hofdame der Königin Marie-Antoinette, der Madame d'Adémar, eine Persönlichkeit, die alle wichtigen Szenen der Revolution voraussagte, um davor zu warnen. Es war der Graf von Saint-Germain, dieselbe Persönlichkeit, die in früherer Inkarnation den Orden der Rosenkreuzer gestiftet hat." ... S. 107: Er wollte sich melden lassen bei der Königin und um Audienz bei dem König bitten. Der Minister Ludwig XVI aber war der Feind des Grafen Saint Germain; er konnte daher nicht an den König herankommen. Der Königin hat er aber mit großer Schärfe und Genauigkeit geschildert, was für große Gefahren bevorstehen. Aber seine Warnungen sind ja leider nicht beachtet worden. Er hat dazumal das große Wort gesprochen, das auf Wahrheit beruht: 'Wer Wind sät, der wird Sturm ernten', und er setzte hinzu, daß er dieses Wort schon vor Jahrtausenden gesagt und es dann Christus wiederholt hat."

*

1. Irene Tetzlaff "Der Graf von Saint Germain".
Irene Tetzlaff "Unter den Flügeln des Phönix"
(Der Graf von Saint Germain, Aussagen - Meinungen - Überlieferungen * J.Ch. Mellinger Verlag, Stuttgart)

2. Isabel Cooper-Oakley "The Count of Saint Germain"
(Rudolf Steiner Publications, 151 North Moison Road, Blauvelt, New York 10913, USA, 1970)

3. "The most holy trinosophia of the Comte de St. Germain"
Commentary and Biographical Introduction by Manly P. Hall (The Philosophical Recearch Society, Inc., 3910 Los Feliz Boulevard, Los Angeles, California 90027, USA, 1962)
*
Mária Szepes: Der Rote Löwe
(Fischer Media, Bern 2000)
S. 577: St. Germain und Franz Bardon - Nachwort der Autorin
Denselben göttlichen Geist, welcher von St. Germain ausstrahlt, habe ich in Franz Bardon wiedererkannt. Franz Bardon (1909-1958) hat in seinen Büchern dem Leser Schlüssel in die Hand gegeben, die nur St. Germain kannte.
Bis heute habe ich davon kein Wort gesagt, wegen der vielen falschen Sekten und Scharlatane, die es in unserer krisengeschüttelten Zeit gibt. Aber ich bin mir absolut sicher, daß Franz Bardon/St. Germain das Geheimnis der Transmutation, der königlichen Kunst, welche die Sublimation des sterblichen Menschenwesens in ein goldenes, unsterbliches Wesen vollbringt, kannte.
Franz Bardon hat im Dieter Rüggeberg Verlag, Wuppertal, und im Bauer-Verlag, Freiburg i. Br., sein universelles, dreibändiges Einweihungs-Lehrwerk, sowie den autobiographischen Roman _Frabato> veröffentlicht.

Budapest, 2. November 1999
Mária Szepes

 


Robert Fludd


(England, 1574 - 1637)

Literatur:

1. Joscelyn Godwin: "Robert Fludd"
(Thames and Hudson, London 1979)

2. Diverse Schriften in lateinischer Sprache:
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Apologia compendiaria fraternitatem de Rosea Cruce suspicionis et infamiae maculis aspersam, veritatis quasi Fluctibus abluens et abstergens (Leiden, Gottfried Basson, 1616)
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Tractatus Apologeticus Integritatem Societatis De Rosea Cruce defendens (Leiden, Gottfried Basson, 1617)
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a] Utriusque Cosmi Maioris scilicet et Minoris Metaphysica, Physica Atque Technica Historia In duo Volumina secundum Cosmi differentiam divisa ... Tomus Primus De Macrocosmi Historia (Oppenheim, Hohann Theodore de Bry, 1617)
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b] Tractatus Secundus De Naturae Simia Seu Technica macrocosmi historia in partes undecim divisa (Oppenheim, Joh. Theodore de Bry, 1618)
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1] Tomus Secundus De Supernaturali, Naturali, Praeternaturali Et Contranaturali Microcosmi historia, in Tractatus tres distributa (Oppenheim, Joh. Theodore de Bry, 1619)
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2] Tomi Secundi Tractatus Primi Section Secunda De technica Microcosmi historia, in Portiones VII. Divisa (Oppenheim, 1620)
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Tomi Secundi Tractatus Secundus: De Praeternaturali Utriusque Mundi Historia. In sectiones tres divisa ... (Frankfurt, Joh. Theodore de Bry, 1621)
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Veritatis Proscenium; in quo Aulaeum Erroris Tragicum Dimovetur, Siparium ignorantiae scenicum complicatur, ipsaque veritas a suo mionistro in publicum producitur, Sau Demonstration Quaedam Analytica (Frankfurt, Joh. Theodore de Bry, 1621)
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Anatomiae Amphitheatrum Effigie Triplici, More Et Conditione Varia Designatum (Frankfurt, Joh. Theodore de Bry, 1623)
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Philosophia sacra et vere Christiana Seu Meteorologia Cosmica (Frankfurt, Officina Bryana, 1626)
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Sohiae Cum Moria Certamen (Frankfurt, 1629)
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Summum Bonum, Quod est Verum Magiae, Cabalae, Alchemiae Verae. Fratrum Roseae Crucis verorum Subjectum ... Per Ioachimum Frizium (Frankfurt, 1629)
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Medicina Catholica (Frankfurt, William Fitzer, 1629)
*
Pulsus Seu Nova Et Arcana Pulsuum Historia (Frankfurt, 1629)
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Integrum Morborum Mysterium: Sive Medicinae Catholicae (Frankfurt, William Fitzer, 1631)
*
Clavis Philosophiae Et Alchymiae Fluddanae (Frankfurt, William Fitzer, 1633)

Nach meinem Wissen seit 350 Jahren nicht in die deutsche Sprache übersetzt!


Nostradamus
(Frankreich, 1503 - 1566)

Wirkte als Arzt und wurde besonders durch seine Prophezeiungen bekannt,
die aber verschlüsselt niedergeschrieben wurden.

 



Christian Rosenkreutz

(1378 - 1484)
 

Rudolf Steiner über Christian Rosenkreutz:

GA 93 - Die Tempellegende, S. 64: Es war der Graf von Saint-Germain, dieselbe Persönlichkeit, die in früherer Inkarnation den Orden der Rosenkreuzer gestiftet hat.

GA 264 - Zur Geschichte der Esoterischen Schule, S. 238: Seither ist Christian Rosenkreutz die führende Wesenheit im abendländischen Geistesleben. Er ist seitdem in jedem Jahrhundert inkarniert, ebenso wie auch der Meister Jesus.

GA 133 - Der irdische und der kosmische Mensch, S. 162: Deshalb wird es sein, und es wird ganz gewiß sein, daß derjenige, den wir anerkennen als Christian Rosenkreutz, als den Führer der okkulten Bewegung in die Zukunft hinein, und der ganz gewiß nicht seine Autorität durch einen äußeren Kultus in der Welt je entfalten wird, am meisten verkannt werden wird. Und die, welche es wissen, wie es gerade mit dieser Individualität steht, die wissen auch, daß Christian Rosenkreutz der größte Märtyrer unter den Menschen sein wird, abgesehen von dem Christus, der gelitten hat als ein Gott.
Literatur:
Robert Fludd: Die Verteidigung der Rosenkreuzer / Rudolf Steiner: Christian Rosenkreuz und der Graf von St. Germain
Robert Fludd: Schutzschrift für die Echtheit der Rosenkreutzergesellschaft


Apollonius von Tyana

(ca. 4 - 96 n. Chr.)

1. Philostratos "Das Leben des Apollonios von Tyana"
(Artemis Verlag, München - Zürich, 1983)

2. F. Ch. Baur "Apollonius von Tyana und Christus"
(Georg Olms Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1966)

Den nachfolgenden Beitrag verdanke ich den Forschungen von Karlheinz Deschner, veröffentlicht in "Der gefälschte Glaube":
S. 59: Die Ankunft des neupythagoreischen Philosophen Apollonios von Tyana wäre von den Spartanern geradezu als Epiphanie eines Gottes gefeiert worden, hätte es Apollonios geduldet. Noch im 4. Jahrhundert wurden seinem Standbild in Ephesus göttliche Ehren zuteil. Sein im Auftrag der Kaiserin Julia Domna von Philostratos aufgezeichnetes Leben aber bot so viele und frappierende Parallelen zu dem Jesu, daß man lange der Meinung war, es handle sich um ein bewußtes Gegenstück, wovon freilich, wie allgemein zugegeben, keine Rede sein kann.


 


Lao Tse

(6. oder 3. Jahrh. v. Chr.) in China



 

Hermes Trismegistos


(Im alten Ägypten als hoher Priester)

 

"Das Neue ist die Neun, das hebräische TeTh, und Teth ist der ägyptische Toth. ... 'Einer der Namen war ToTh, jene Gottheit, welche die Griechen als Hermes übernahmen. ToTh residierte gleichsam in Hermopolis Magna, der großen Hermesstadt, einer ganzen Tempelstadt, deren ägyptischer Name einfach Schmun, das heißt nichts anderes als Acht war (Ernst Bindel "Die geistigen Grundlagen der Zahlen", Stuttgart 1958)'. Das Achteck von Hermopolis Magna wurde die "Seelen von ToTh" genannt." (Zitat aus "Das hebräische Alphabet und der Tierkreis" von Hana Aronstam-Wieser, S. 55)
"Der Gott Thot steigerte sich im Laufe der Spätzeit (von Ägypten) vom "Zweimalgroßen" zum "Dreimalgroßen", zum Hermes Trismegistos." (Erik Hornung: "Der Eine und die Vielen", Darmstadt 1971)


Henoch (Jahr: ?)


Zitat aus "Das hebräische Alphabet und der Tierkreis" von Hana Aronstam-Wieser, S. 56:
"Bei den alten Hebräern heißt eine solche Wesenheit Henoch – man müßte CHeNoCH sagen –, was auf deutsch heißt: >Der Eingeweihte, der Erzieher<. Der Name CheNoCH beginnt ebenfalls mit dem achten Konsonanten, dem CheTh.

In den Apokryphen existieren zwei Henochbücher, die höchst aufschlußreich sind. Vieles, was Henoch der Menschheit gebracht hat, sagt man auch von Hermes-Toth. Sie lehrten die Menschen sprechen und waren die Erfinder der Schrift, Astronomie, Mathematik, Heilkunde wurden von ihnen der Menschheit gegeben.

'Die hellenistischen Überlieferungen haben Henoch gleichgesetzt mit dem Götterboten, der in Ägypten Toth, in Griechenland Hermes und bei den Römern Merkur genannt wurde ... Er hatte als der Bote der Götter die Götterweisheit auf die Erde zu tragen und so eine göttlich inspirierte Kultur des Urbeginns zu stiften ... Menschliche Führer müssen die noch bis dahin reichende, unmittelbare Götterführung fortsetzen (Emil Bock,"Beiträge zur Geistesgeschichte der Menschheit, Band 1: Urgeschichte, Kapitel: Kain, Seth, Henoch; Stuttgart 1951)

Zitat aus Eliphas Levi "Geschichte der Magie" Band 1, Seite 47:

"Die Überlieferung schreibt Henoch die Erfindung der Schrift zu. Auf ihn gehen also die Überlieferungen des Sepher Jezirah zurück, diesem Elementarbuch der Kabbala, dessen Stil nach den Rabbinern vom Patriarchen Abraham herrührt, dem Erben der Geheimnisse des Henoch und dem Vater der Einweihung in Israel.

Henoch scheint also mit dem Hermes Trismegistos der Ägypter identisch zu sein: und das berühmte ganz in Hieroglyphen und Zahlen geschriebene Buch Thot wäre diese okkulte, mit Mysterien angefüllte Bibel, die älter ist als die Bücher Moses, und auf die der Eingeweihte Wilhelm Postel des öfteren als Genesis des Henoch in seinen Werken anspielt.

Die Bibel läßt Henoch nicht sterben, sondern läßt ihn von Gott von einem in das andere Leben versetzen. Er muß eines Tages wiederkommen und am Ende der Tage dem Antichrist entgegentreten. Er wird einer der in der Apokalypse des hl. Johannes erwähnten letzten Märtyrer oder Zeugen der Wahrheit sein. Was von Henoch gesagt wird, wurde von allen großen Eingeweihten der Kabbala gesagt. ...

Wie dem auch sei, von Henoch blieben uns zwei Bücher, ein kabbalistisches und ein allegorisches, eines mit den priesterlichen Schlüsseln der Einweihung, das andere mit der Geschichte einer großen Entweihung, welche die Weltzerstörung und das Chaos nach der Herrschaft der Riesen nach sich gezogen hätte."


Zu dieser Zusammenstellung
Die hier veröffentlichten Daten habe ich nach mir zugänglichen Quellen zusammengestellt. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Es ist jedem Leser freigestellt, ob er Franz Bardon als hohen Eingeweihten anerkennt oder nicht. Für mich ist wichtig, dass das Entwicklungssystem von Franz Bardon weltweit als führend anerkannt wird, damit sich Schüler der Hermetik ohne große Gefahren auf den Weg zur Einweihung begeben können.

Wuppertal, 15. Dezember 2000
Dieter Rüggeberg

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