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Robert Fludd: Schutzschrift für die Echtheit der Rosenkreutzergesellschaft.
 
Robert Fludd: Die Verteidigung der Rosenkreuzer.
 

Hierarchie nach Robert Fludd (1574-1637)

Wesen der Hierarchie Regierende Gottheit Planetensphäre Sephiroth
l. Seraphin Metatron Tetragrammaton:
Jod-He-Vau-He
Cheter - Geist
2. Cherubin Iophiel Sternenhimmel Hochma - Seele
3. Throni Zaphkiel Saturnsphäre Binah - Körper
4. Dominationes Zadkiel Jupitersphäre Cheset
5. Principatus Samael Marssphäre Geburah
6. Potestates Michael Sonnensphäre Tipheret
7. Virtutes Hanael Venussphäre Netret
8. Archangeli Raphael Merkursphäre Hod
9. Angeli Gabriel Mondsphäre Iesod
10. Erde

a) Spiritus - Geist
b) Anima - Seele
c) Corpus - Körper
. . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mensch

Anima Messia

Elementa

1. Ignis - Feuer
2. Aeris - Luft
3. Aqua - Wasser
4. Terra - Erde

Malchut
  Quelle: D. Rüggeberg:
Theosophie und Anthroposophie im Licht der Hermetik
   

Nachruf zum Tode von Franz Bardon

von Otti Votavova (* 11.4.1903 - 9.2.1973)

der Sekretärin von Franz Bardon, welche die Manuskripte der Lehrwerke „Der Weg zum wahren Adepten", „Die Praxis der magischen Evokation" und „Der Schlüssel zur wahren Quabbalah" und des Romans „Frabato" für ihn auf der Schreibmaschine schrieb.

In Memoriam

Obwohl die nachstehende Mitteilung den Leser und Interessenten betrüben wird, betrachte ich es als meine Pflicht, die Öffentlichkeit auf diesem Wege mit der für uns alle so traurigen Tatsache bekannt zu machen, daß Franz Bardon im physischen Körper nicht mehr unter uns weilt.

Am 10. Juli 1958 ließ es die Göttliche Vorsehung zu, daß der seit Jahrtausenden vollkommene Geist die irdische Hülle, die ihm für seine diesmalige Mission der Körper Bardon bot, verlassen konnte, um in dieselbe nicht mehr zurückzukehren. Wie alle hohen Eingeweihten auf diesem Planeten im allgemeinen unter ganz ungewöhnlichen Umständen ihren jeweiligen Körper für immer verlassen, so war dies auch bei Meister Bardon der Fall.

Es dürfte sicherlich nur einzelnen bekannt sein, daß ein hoher Eingeweihter, wie Franz Bardon es tatsächlich war, nicht wie die übrigen Erdenbewohner den normalen, vollständigen Entwicklungsgang einer Wiedergeburt durchzumachen hat, da er als vollkommener Geist nur dann menschliche Gestalt anzunehmen braucht, wenn ihm die Göttliche Vorsehung eine neue Mission zu erfüllen auferlegt.

Um den Leser hierüber wenigstens einigermaßen aufzuklären, schildere ich nachstehend mit wenigen Worten den Lebenslauf des Autors, soweit ich über ihn Bescheid weiß.

Franz Bardon erwähnt in seinem Roman Frabato, daß er sich in einen vierzehnjährigen Knaben verkörperte, um Viktor Bardon, dem Vater dieses Knaben, ein geistiger Lehrer zu sein. Viktor Bardon befaßte sich vordem mit christlicher Mystik und brachte es dank seiner Ausdauer und Gottergebenheit bis zur Hellsichtigkeit. Weil ihm aber jede weitere maßgebende Schulung auf diesem Gebiete fehlte, kam er seinem ersehnten Ziel, ein Gottverbundener zu werden, trotz seiner Hellsichtigkeit nicht näher. In seine inbrünstigen Gebete legte er daher den erhabenen Wunsch, noch in dieser Inkarnation einem wahren Guru zu begegnen, um dessen Lehren zu hören und anzunehmen. Sein hehres Verlangen sollte nicht unerfüllt bleiben. Frabatos Geist verkörperte sich in den einzigen Sohn Viktor Bardons, der von insgesamt 13 Geschwistern der älteste war, um außer der ihm von der göttlichen Vorsehung gestellten Mission auch noch jene zu übernehmen, seinem Vater der wahre Guru zu sein.

Als sich daher in einer Nacht das wundersame Tauschereignis abspielte, wurde dessen außer dem hellsichtigen Viktor Bardon niemand gewahr, wobei letzterer Gott für diese ihm erwiesene Gnade aufrichtigen Herzens dankte, und von nun an in seinem eigenen Sohn den persönlichen Guru erblickte und zu schätzen wußte.

Nur ein vollkommener hoher Eingeweihter, wie der Geist Franz Bardons es war, kann es wagen und fertigbringen, so zu verfahren, und in einem für seine Aufgabe geliehenen Körper nicht nur eine einzige Mission, sondern gleich mehrere ihm auferlegte Missionen zu vollbringen.

Die Wahl und Annahme eines sich bereits in der Pubertät befindlichen Körpers ist jedoch an gewisse Bedingungen gebunden, und zwar muß der neue Inhaber dem ursprünglichen Besitzer des Körpers als Gegendienst ein neues günstigeres Dasein irgendwo im Mutterleib zuweisen. Außerdem muß er das Karma des geliehenen Körpers als das eigene betrachten, und es, ohne Rücksicht darauf, welcher Art es sein mag, unter allen Umständen ausgleichen.

Da aber das Karma des früheren Besitzers des Körpers schwer belastet war, hatte Franz Bardon trotz seiner geistigen Vollkommenheit und hohen Adeptschaft sehr viel durchzumachen, um es vollends zu bereinigen. Um informationshalber wenigstens einiges zu erwähnen, weise ich auf zahlreiche Existenzkämpfe, wiederholte Verhaftungen und mehrere Monate Konzentrationslager hin, während welcher Zeit er namentlich die bittersten Geschehnisse erlebte und die größte Schmach zu erdulden hatte. Auch die letzten Monate seines Lebens trübten äußerst unliebsame Vorkommnisse, die seinem segensreichen Schaffen schließlich ein Ende machten. Die Annahme einer solchen Inkarnation mag uns allen der größte Beweis dafür sein, wie großzügig Franz Bardons Geist in menschlicher Gestalt jederzeit war.

Durch meine kurzgefaßten Angaben wird vielen Lesern erst richtig klar, warum auch ein großer Geist, dessen außergewöhnliche Fähigkeiten an die Fähigkeiten und die Macht der Göttlichen Vorsehung heranreichen, dennoch so manches, ja sogar das Unangenehmste über sich ergehen läßt, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken, obwohl andernfalls doch eine kleine Handbewegung genügen würde, um alle seine Verfolger augenblicklich unschädlich zu machen.

Ebenso verhält es sich mit dem Schicksal anderer Menschen, bei denen die Göttliche Vorsehung ein Eingreifen nicht einmal durch einen ihrer Auserkorenen, einen Eingeweihten, zuläßt. Deshalb ist es nur der menschlichen Unwissenheit zuzuschreiben, wenn einzelne das Vorgehen des Schicksals sehr oft als ungerecht bezeichnen und den wahren Eingeweihten als unfähigen Menschen hinstellen, nur weil er, dem Gebote der Göttlichen Vorsehung treu bleibend, ihren törichten Wünschen nicht nachkommen wollte.

Ich sah davon ab, den üblichen Lebenslauf, wie Schulbesuch, Wahl der Berufsexistenz und Verlauf derselben, von Franz Bardon anzugeben, und nehme an, daß meine Schilderungen für den Leser, Interessenten und Schüler der hermetischen Wissenschaft viel wichtiger und lehrreicher sind.

Diejenigen, denen das Glück insofern hold war, als sie Franz Bardon persönlich kennenlernen durften, wissen sehr gut, daß einer der Besten von uns gegangen ist. Die wahren Schüler der Hermetik sehen in Franz Bardon auch weiterhin den großen Guru, ob er nun verkörpert ist oder nicht; an seiner geistigen Größe kann und wird sich niemals etwas ändern. Jenen Menschen, die sich ernsthaft und praktisch mit den wissenschaftlichen Werken von Franz Bardon befassen, genannten Autor aber entweder überhaupt nicht persönlich kannten oder mit ihm nur kurzzeitig zusammenkamen, bringe ich seine geistige Größe dadurch näher, daß ich ihnen nachstehend einige Persönlichkeiten verschiedener Zeitalter nenne, deren physische Körper von demselben großen Geist, seinem Geist, bewohnt wurden.

So z. B. dürfte Hermes Trismegistos, dessen Buch der Weisheit, Thoth genannt, die 78 Tarotkarten beinhaltet, sicherlich jedem Geisteswissenschaftler bekannt sein. Niemanden überrascht daher das Leitmotiv, das Franz Bardon für sein erstes Werk Der Weg zum wahren Adepten wählte. Lao Tse, der chinesische Weise und Gelehrte, ist gleichfalls allen Philosophen gut bekannt. Ebenso der französische Astrologe Nostradamus, der englische Gelehrte Robert Fludd, der Graf von Saint Germain. Auch in Apollonius von Tyana, einem Zeitgenossen des Christus, finden wir den Geist Franz Bardons. In der vorletzten Verkörperung war er in Tibet inkarniert, genannt, der Weise vom Berge.

Nach Franz Bardons physischem Abgang vermissen tausende in der ganzen Welt verstreute Menschen ihren Lebensretter, Berater und Helfer in vielen Notlagen. Sein aufopferndes und segensreiches Wirken verdient volle Anerkennung und stets dankbare Erinnerung an ihn.

Wir, die wir wissen, daß es keinen Tod gibt, hegen den Wunsch, daß uns die Göttliche Vorsehung auch in einer künftigen Inkarnation wieder begnade, und uns mit diesem hohen Eingeweihten, ganz gleich in welcher Person und Gestalt, zusammenkommen läßt.

Praha (Prag), im September 1958

03.05.2012   Adresse: www.verlag-dr.de